Einführung
Betritt man heute einen beliebigen Laden für Naturkosmetik, fällt es sofort ins Auge: die beige, gesprenkelte Verpackung, die aussieht wie Recyclingpapier, sich aber anfühlt wie glatter Kunststoff.
Das ist Weizenstrohplastik . Es ist zum Aushängeschild für Bio-Kosmetik geworden. Marken lieben es, weil es optisch „natürlich“ signalisiert, ohne ein Wort zu sagen.
Die am häufigsten gestellte Frage unserer Käufer lautet jedoch:"Can I put 'Biodegradable' on the label?"
Die kurze Antwort lautet:NO Die ausführliche Antwort ist komplexer. Als Hersteller möchte SampoX Ihnen die chemischen Hintergründe dieses Trends erläutern, damit Sie ihn verantwortungsvoll vermarkten können.
Viele glauben, Weizenstroh-Kunststoff bestehe zu 100 % aus gepressten Pflanzenfasern. Das stimmt nicht. Wäre er es, würde er sich in der Luftfeuchtigkeit Ihres Badezimmers auflösen.
Um eine haltbare Kosmetiktube herzustellen, die nicht bricht, müssen wir ein Polymerbindemittel verwenden.
Der Goldene Schnitt: Bei SampoX empfehlen wir ein Mischungsverhältnis von maximal 30 % Weizenstrohfasern (Agrarabfall) mit 70 % PP (Polypropylen) .
Warum 30 %? Ein höherer Füllstoffgehalt als 30 % kann die strukturelle Integrität des Rohrs beeinträchtigen und zu Leckagen oder Brüchen führen. Wir halten uns an diesen Grenzwert, um die Sicherheit Ihres Produkts zu gewährleisten.
Die bittere Wahrheit: Da das Grundgerüst aus PP (Kunststoff) besteht, verhält sich dieses Rohr wie Kunststoff. Vergräbt man es im Garten, verrotten die Weizenfasern zwar mit der Zeit, das mikroskopisch kleine PP-Kunststoffgitter bleibt jedoch bestehen. Es wird nicht kompostierbar.
Woher kommt die Verwirrung? Einige Fabriken verwenden PLA (Maisstärke) als Bindemittel, das industriell kompostierbar ist . PLA ist jedoch oft zu spröde und hitzeempfindlich für Quetschflaschen. Die überwiegende Mehrheit der im Handel erhältlichen Weizenstroh-Tuben besteht aus PP und ist somit nicht biologisch abbaubar .
SampoX-Warnung: Verpackungen aus Weizenstroh auf PP-Basis dürfen niemals als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ gekennzeichnet werden. Dies ist in der EU und den USA rechtlich riskant.
Das ist der knifflige Teil.
Das Material: Es besteht größtenteils aus PP (Recyclingcode Nr. 5).
Das Problem: Recyclinganlagen verwenden optische Scanner zur Sortierung von Kunststoffen. Die Weizenfasern wirken dabei als „Verunreinigungen“. Beim Einschmelzen verbrennt das Biomaterial bei einer niedrigeren Temperatur als der Kunststoff, wodurch die Recyclingcharge unter Umständen unbrauchbar wird.
Das Urteil: Obwohl es in einigen modernen Anlagen technisch recycelbar ist, wird es von den üblichen kommunalen Recyclingströmen oft zurückgewiesen (Code #7 Sonstige).
Wenn es nicht abbaubar und schwer zu recyceln ist, warum ist es dann so beliebt? Weil es sich durch Reduktion und Ästhetik auszeichnet.
1. Reduzierung fossiler Brennstoffe: Durch den Ersatz von 30 % des Plastiks durch landwirtschaftliche Abfälle (Weizenstängel nach der Ernte) reduzieren Sie Ihren Ölverbrauch um 30 % . Das ist ein bedeutender Gewinn für die CO₂-Bilanz.
2. Die „natürliche“ Ästhetik Das größte Verkaufsargument ist der visuelle Aspekt.
Die Sprenkel: Die natürliche Maserung sorgt für einen authentischen, organischen Look, der mit Tinte nicht nachgeahmt werden kann.
Differenzierung: Sie hebt sich im Regal deutlich von glänzenden, industriellen Kunststoffverpackungen ab. Für eine Marke, die Bio-Lotion verkauft, vermittelt diese Verpackung das gleiche Gefühl wie das Produkt selbst.
Verkaufe nicht die Lüge, sondern die Preissenkung.
DON'T SAY: "100% biologisch abbaubare Röhre."
DO SAY: „Hergestellt mit 30 % weniger Plastik.“
DO SAY: „Upgecycelte landwirtschaftliche Abfälle.“
Fazit: Weizenstroh ist ein hervorragendes Material, um den Plastikverbrauch zu reduzieren und ein natürliches Markenimage zu schaffen. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Marketingaussagen der Realität in der Produktion entsprechen.
Möchten Sie die Textur sehen? [Fordern Sie ein Weizenstroh-Proben-Set an]